Seminar "Geschichte anders erleben"
Vom 26. bis 28. Juni nahm die Jugendfeuerwehr Hamburg an dem Seminar „Geschichte anders erleben“ in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme teil. Das Seminar wird von der Jugendfeuerwehr Hamburg für Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Hamburgs ausgerichtet. An diesem besonderen Ort setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers auseinander und erhielten einen eindrucksvollen Einblick in die Ereignisse und Dimensionen des Ortes.
Den Auftakt bildete eine besondere Anreise mit Kleinbooten über den von Häftlingen gebauten Kanal. Dieser Weg machte bereits zu Beginn deutlich, unter welchen Bedingungen die Gefangenen damals arbeiten mussten. Der Kanal wurde von Häftlingen verbreitert und vertieft, damit die im Lager produzierten Ziegel per Schiff transportiert werden konnten. Nach dem Anlegen bauten die Jugendlichen ihre Zelte auf und richteten sich für die kommenden Tage ein.
Im Mittelpunkt des Seminars stand die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Konzentrationslagers und den Schicksalen der dort inhaftierten Menschen. Durch die unmittelbare Umgebung und die gemeinsame Beschäftigung mit den historischen Zusammenhängen wurde Geschichte auf eindrucksvolle Weise erfahrbar. Solche Bildungsangebote der Gedenkstätte richten sich ausdrücklich auch an Jugendliche und verbinden historische Bildung mit gemeinsamer Reflexion.
Neben dem inhaltlichen Programm sorgten eine Funkrally und ein Besuch im Freibad für Abwechslung. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde der Ablauf der Tage flexibel angepasst, sodass das Seminar sowohl inhaltlich wertvoll als auch den Wetterbedingungen angepasst gestaltet werden konnte. Gerade diese Mischung aus intensiver Beschäftigung, Gruppenaktionen und gemeinschaftlichen Erlebnissen machte das Seminar zu einer besonderen Erfahrung.
Das Seminar zeigte eindrücklich, wie wichtig historische Bildungsarbeit gerade für junge Menschen ist. Erinnerungskultur wird hier nicht nur vermittelt, sondern unmittelbar erlebbar gemacht – an einem Ort, der zur Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Verantwortung und Gegenwart einlädt.
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