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Autocisternen für die Feuerwehren in Nicaragua


Im letzten Jahr hat www.JF-Hamburg.de schon darüber berichtet. Sieben ehemalige Fahrzeuge der Stadtreinigung wurden von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg in die Niederlande überführt, wo sie sich auf eine lange Reise gen Zentralamerika machten. Mittlerweile sind die rollenden Wassertanks neu lackiert und mit ihren Tanks bestückt worden. Hier der Bericht von Reinhard Paulsen, dem Fachwart Internationale Jugendarbeit der Jugendfeuerwehr, über die Übergabe vor einigen Wochen in Nicaragua:

Kein Löschwasser! Diese Horrorvision ist bei uns in Hamburg nur schwer vorstellbar, verfügt die Stadt doch über ein gutes flächendeckendes Hydrantennetz.
In unserer Partnerstadt in León, Nicaragua ist alles anders. Dort muss die Feuerwehr das Löschwasser mitbringen.
Deshalb gehört zum Einsatzkonzept immer zu einem Löschfahrzeug auch ein Tankwagen.
Früher war das LF ein ZIL aus russischer Fabrikation mit einem Tankwagen aus der DDR auf einem IFA W 50.
Während die russischen LFs inzwischen durch alte Hamburger LF 16 Rundhaber ersetzt worden sind, war die Löschwasserversorgung nicht mehr gewährleistet, weil auch die alten IFA Tankwagen inzwischen ausgefielen.
Die Feuerwehr Hamburg hat aber keine Tankwagen, kann dort nicht helfen.
Da bot sich die Gelegenheit, alte Winterdienstfahrzeuge der Stadtreinigung Hamburg nach Nicaragua zu schicken, um diese dann mit den Tanks der alten IFA W 50 auf Autocisternen umzurüsten.

In einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion spendete die Stadtreinigung 7 Lkw IVECO Magirus Deutz (luftgekühlt), überführten Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg die Fahrzeuge in einer Nachtfahrt in den Hafen von Antwerpen (Belgien), transportierte die Reederei Venbulk Service GmbH durch Vermittlung der Hamburger Reederei Rehder + Arkon diese gegen Spendenbescheinigung bis nach Caldera (Costa Rica), wo diese dann von den Bomberos aus Nicaragua abgeholt wurden. In der Werkstatt in Managua wurden die Fahrzeuge nach einer Überholung dann umgebaut.

Im Rahmen einer Feierstunde übergab der deutsche Botschafter in Nicaragua gemeinsam mit Herrn B. Leowald von der Stadtreinigung die Fahrzeuge an die Feuerwehren in und rund um León.
Dort sind sie inzwischen im Einsatzdienst.

  
 
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