Home Webmail
 
Rückblick auf die Nicaragua-Reise


Sonne, Palmen, Wärme, gute Laune... dies waren nicht die einzigen Erinnerungen, auf welche die Mitglieder der 15köpfigen Delegation aus Hamburg bei der 3. Internationalen Jugendfeuerwehr Begegnung in León, Nicaragua, zurückblicken. Vor allem nachdenklich sind die 15- bis 18-jährigen geworden.

Eine Dose Nutella kostet 4 US$, ein "normaler" Arbeiter verdient aber gerade mal 1,50 US$ am Tag. Die Milch, die ein kleiner Junge auf dem Müllberg von León gefunden hat, ist seit 3 Wochen abgelaufen, lag die ganze Zeit bei 30°C (im Schatten!) draußen herum. Sie ist seine Tagesportion.

Eindrücke aus einer anderen Welt - auf der einen Seite faszinierend und wunderschön, auf der anderen Seite erschütternd und unglaublich.

Am Montag haben Jugendliche, Betreuer und Dolmetscher ihre Erlebnisse in Worten und Bildern Eltern, Freunden und Interessierten eindrucksvoll geschildert. Reinhard Paulsen, Reiseleiter und mittlerweile mit 12 Reisen nach Mittelamerika der Nica-Profi, zeigte die Highlight der Reise mit einer Auswahl der fast 2 Gigabyte umfassenden Bildersammlung. Die Reiseteilnehmer ergänzen dies mit ihren ganz persönlichen Eindrücken und Erfahrungen von den drei Wochen Mittelamerika.

"Eines ist mir klar geworden", berichtet Marcel Steinhäuser, Landesjugendfeuerwehrwart, "mit 30 Euro kann mehr bewegen, wenn man genau weiß, wo es ankommt und wer die Projekte umsetzt". Wenn ein Kind einen Tag lang nicht arbeitet und sich dafür in der Schule bildet, dann verliert die Familie einen bis zwei Dollar am Tag. Die Bereitschaft vieler Eltern, ihren Kinder die nötige Bildung zu verschaffen, hält sich daher verständlicherweise in Grenzen.
Nach den tragischen Ereignissen nach dem Hurricane "Mitch" 1998 war die Spendenflut gerade aus Hamburgs Partnerstadt Hamburg sehr groß. Aber sie nimmt ab, die Bedürfnisse in Nicaragua nicht.

"Die Feuerwehr hat weltweit eine Sprache", weiß Reinhard Paulsen, "der Wille zu helfen."
Obwohl nur drei Dolmetscher für knapp 60 Personen da waren, klappte die Verständigung zwischen den Jugendlichen zweier Kontinente klappte trotzdem. Gerade in kleinen gemischten Gruppe fielen Hemmschwellen und die jungen Menschen kamen miteinander ins Gespräch. So war es nicht verwunderlich, dass gerade der Abschied tränenreich war - die Freude auf ein Wiedersehen vielleicht schon 2005 in Hamburg aber umso größer ist.

Die gesammelten Erlebnisse werden derzeit zu einer Reisedokumentation zusammen gestellt, die im Herbst/Winter erscheinen wird. Bei Interesse zu dieser oder zu anderen Reisen - oder zu Möglichkeiten, die Freunde in Nicaragua zu unterstützen, steht Reinhard Paulsen, Fachwart Internationale Jugendarbeit, zur Verfügung.

Reinhard Paulsen
Tel. 500 539 74

 Landesjugendfeuerwehrwart Marcel Steinhäuser begrüßt die Eltern und Freunde der Reiseteilnehmer im Feuerwehrhaus der FF Sülldorf-Iserbrook. 
 
Die Gruppen
Plesk Sitemap Impressum Disclaimer Team