Home Webmail
 
Der Beschluss der Jugendfeuerwehr über Selbstverständnis und Ideale
Im Jahr 2009 hat die Jugendfeuerwehr Hamburg im Rahmen ihrer Delegiertenversammlung, dem höchsten Beschlussorgan des Verbandes, das Selbstverständnis und die Ideale der Jugendfeuerwehr Hamburg verabschiedet.

Hier findet Ihr das Selbstverständnis als PDF-Datei.

Den Wortlaut des Selbstverständnisses hier:

Die ältesten Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland können auf eine mehr als anderthalb Jahrhunderte alte demokratische Tradition zurückblicken. Sie begannen als freier Zusammenschluss von Menschen der gesamten Bevölkerung, um ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und um sich in Notfällen gegenseitig beizustehen.
Der Erfolg dieses Systems ist auch ein Erfolg der Demokratie. Dies gilt in vergleichbarer Weise für die im Katastrophenschutz tätigen Hilfsorganisationen.

Feuerwehr steht für:
• den Zusammenschluss von Menschen, die eines eint: In ihrem Ort, in ihrer Nachbarschaft dafür zu stehen, ihren Mitbürgern Hilfe zu leisten und in Not und Gefahr beizustehen.
• das Selbstverständnis, jedem zu helfen, unabhängig vom Ansehen der Person.
• eine einzigartige Organisation, die ohne wenn und aber geschlossen zusammensteht.
• Kameraden überall in der Welt, die der gleichen Sache verpflichtet sind.
• Internationale Zusammenarbeit im Weltfeuerwehrverband CTIF – immer zum Wohle der Bevölkerung.

Jugendfeuerwehren bestehen in Hamburg seit über 40 Jahren. Sie sind nicht nur Nachwuchsorganisation für die Freiwilligen Feuerwehren, sondern verstehen sich als Teil einer demokratischen Jugendorganisation, in der sich die Jugendlichen aktiv einbringen können und ihr Gemeinschaftsleben selbstständig gestalten.
Jugendfeuerwehr hat das Ziel, junge Menschen an die Ideale der Feuerwehr heranzuführen.

Für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bedeutet das:
• Wir wollen selbstbewusste und selbstständige Menschen sein.
• Wir reden mit und gestalten unsere Jugendarbeit selbst.
• Wir stehen zu solidarischem Handeln, Fairness untereinander und respektvollen Umgang miteinander.
• Wir sind demokratisch strukturiert, wir wählen unsere Führung selbst.

Wir sind auf uns, unsere Jugendfeuerwehr und unsere Ideale stolz.
Folgendes Verhalten ist für uns nicht akzeptabel:
• anderen Menschen Schaden zuzufügen,
• mutwillig Schaden anzurichten,
• andere Menschen aufgrund von Geschlecht, Religion, Sexualität oder Herkunft zu diskriminieren,
• Mitmenschen sexuell mit Worten und Taten zu belästigen oder zu missbrauchen,
• unser Recht auf Eigenständigkeit und Mitbestimmung (freie, demokratische Strukturen) aufzugeben,
• uns und unsere Kameradinnen und Kameraden von radikalen Gruppierungen jeglicher Art ausnutzen zu lassen.

Angehörige der nachfolgenden Gruppen widersprechen unseren Idealen und unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und werden deshalb konsequent abgelehnt:
rechte und linke Extremisten, religiöse Fundamentalisten, Scientologen und andere Personen von denen eine Gefahr für junge Menschen ausgeht.
Diese Personen gehören nicht zu uns und haben keinen Platz in der Jugendfeuerwehr.

Hamburg, den 28. März 2009
Beschlossen von der Delegiertenversammlung

 Unsere Welt ist bunt - Die Integrationskampagne der Deutschen Jugendfeuerwehr 
 
Die Gruppen
Plesk Sitemap Impressum Disclaimer Team